Mit dem Zuwachs von acht neuen Hotels stand die Sorat Hotelgruppe im Jahr 2001 im Zeichen des Wachstums. Womit das deutsche Hotelunternehmen zugleich seine Internationalisierung einleitete - Sorat Hotels in Polen und in der Schweiz sind im Entstehen, mit fünf der neuen Partnerhotels ist Sorat weltweit präsent. Der Jahresumsatz der Sorat Hotelgruppe betrug 2001 allein in Deutschland 39,8 Millionen Euro. Damit verzeichnete das Unternehmen, das sich seit zwölf Jahren mit individuellen Designerhotels einen Namen macht, ein eher verhaltenes Plus gegenüber dem Vorjahr. Die nach dem überdurchschnittlich guten Jahr 2000 erhofften Steigerungsraten ließen sich 2001 nicht erzielen. Vor allem an den umsatzstarken Standorten in den Großstädten machten sich die wirtschaftlichen Folgen der Ereignisse des 11. September bemerkbar. Die durchschnittliche Zimmerauslastung der Sorat Hotels ging von 60 Prozent im Vorjahr auf 55 Prozent zurück, während der durchschnittlich erzielte Zimmerpreis um gut zwei Prozent erhöht werden konnte. Gut die Hälfte des Gruppenumsatzes entstand allein in den sechs Hotels der Gruppe in Berlin, wobei die innerstädtischen Standorte dort sogar eine Zimmerauslastung von über 75 Prozent erreichten. Mit dem 2001 neu hinzugekommenen Partnerhotel Ambassador läuft in Berlin nun bereits das siebte Hotel unter Sorat-Flagge, insgesamt
970 Zimmer in sieben verschiedenen, originellen Hauptstadthotels.
Wie bereits in den Vorjahren stellen sich die Bilanzen der Sorat-Hotels in den alten und den neuen Bundesländern unterschiedlich dar: Während die Standorte in den alten Bundesländern überdurchschnittliche Steigerungen bilanzierten, blieben einige Häuser in den neuen Bundesländern hinter den Erwartungen zurück. Vom Standort Lutherstadt Wittenberg hat sich das Unternehmen zum Jahresende ganz getrennt. Die weiteren Expansionspläne konzentrieren sich auf Innenstadtlagen in Mittelgroß- und Großstädten, sowohl mit eigenen Hotelprojekten als auch mit weiteren Partnerhotels. Dabei hat sich das Partnerkonzept der Sorat Hotels als sehr erfolgreich erwiesen. Zu den dreizehn von Sorat selber betrieben Häusern gesellten sich seit 1998 bereits vierzehn "Partner of Sorat Hotels", alle ebenfalls Boutique-Hotels - also einzigartige Einzelhotels, oft Designerhotels, aber auch historische Hotelgebäude, umgebaute Getreidespeicher und andere ungewöhnliche Hotelkonzepte, jeweils persönlich geführte Häuser auf hohem Niveau. Mit diesem Konzept der Vielfalt gehörten die Sorat Hotels bei ihrer Gründung zu den ersten, die der Kettenhotellerie mit ihren standardisierten Hotelprodukten etwas Zeitgemäßes entgegensetzten. Unter dem gemeinsamen Markendach, mit einem gemeinsamen Qualitätsversprechen, bieten die Sorat Hotels ihren Gästen gleich eine Vielzahl an Hotelerlebnissen. In der gehobenen Mittelklasse, nicht etwa in der Luxushotellerie, verkaufen sie außer einem Bett auch ein Lebensgefühl und befriedigen damit den - vor allem bei Vielreisenden - ungebrochenen Wunsch nach Individualität und nach noch mehr persönlicher Dienstleistung. Den gemeinsamen Qualitätsstandards und dem Qualitätsmanagement kommt in dieser Konstellation eine besondere Bedeutung zu. Dem trug die Gruppe 2001 durch die Einsetzung von Karsten Jeß als Deutschland- Regionaldirektor Rechnung. Durch die Aufnahme von "Partner of Sorat Hotels" konnte das Sorat-Hotelverzeichnis um wichtige Standorte erweitert werden - fünf der neuen Partnerhotels machen Sorat nun auch in Italien, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten präsent. Die Partnerhotels profitieren von den Marketing- und Verkaufsaktivitäten der Berliner Zentrale und der Verkaufsbüros, und nicht zuletzt vom eigenen GDS-Anschluss der Gruppe - der gut gepflegten Präsenz in den computergestützten internationalen Reservierungssystemen der großen Fluggesellschaften.