Mit einem Netto-Jahresumsatz von knapp 40 Millionen Euro hat die Sorat Hotelgruppe 2002 ihren Vorjahresumsatz (39,8 Millionen Euro in 2001) praktisch gehalten. Das Unternehmen, das sich seit 1990 mit individuellen Designerhotels einen Namen macht, verzeichnete 2002 zwar eine gesunkene Auslastung, jedoch stabile Zimmerpreise. Die durchschnittliche Auslastung der 23 Häuser sank von 54 auf 51 Prozent belegter Zimmer - die dennoch gestiegene Anzahl der Gästeübernachtungen geht auf das Konto des Sorat-Partnerhotel Ambassador Berlin, das mit seinen 198 Zimmern erstmals für ein volles Jahr in die Bewertung einging. Als "durchwachsen" bezeichnet denn auch Nicolas Meißner, Geschäftsführer der Sorat Hotelgruppe, das abgelaufene Jahr. "2002 war es erstmals der für Sorat besonders wichtige Markt in Berlin, der Rückgänge zu verzeichnen hatte. Unsere sieben Hotels in der Hauptstadt, die gut die Hälfte des Gesamtumsatzes der Gruppe ausmachen, sind davon natürlich betroffen." Vor allem machte sich die deutlich geringere Nachfrage auf dem Tagungsmarkt bemerkbar, ebenso die kurzfristigen Absagen von Ausstellern zur ITB. Die Einbußen im Tagungsbereich bekamen auch alle anderen Sorat Hotels mit ausgeprägtem Tagungsgeschäft zu spüren, wie die Häuser in Marburg, Düsseldorf und Erfurt. Erfreuliche Zahlen lieferten lediglich die beiden Sorat Hotels in Regensburg und Görlitz, die stärker als im Vorjahr abschlossen. Das dennoch stabile Jahresergebnis der Gruppe führt Geschäftsführer Meißner auf erfolgreiche Konsolidierungsmaßnahmen zurück. Sorat hat sich 2002 von zwei Standorten in Schwerin sowie im polnischen Lublin getrennt, ein neues Partnerhotel in der Opelstadt Rüsselsheim kam hinzu. Mit der norwegischen Hotelgruppe Norlandia, zu der 69 Hotels in Norwegen und Schweden gehören, wurde eine Kooperation beschlossen. Zudem beginnt sich die große Investition in ein neues zentrales Reservierungssystem zu amortisieren, mit dessen Hilfe der Sorat-Verkauf Trends schnell erkennen und darauf reagieren kann.
Das Jahr 2003 beginnt für die Sorat Hotels ganz im Zeichen der Eröffnung des Sorat Hotel im Messeturm Basel. Das exponierte First Class Hotel, das rechtzeitig zur Uhren- und Schmuckmesse Anfang April eröffnet werden soll, erfährt bereits im Vorfeld große Resonanz. "Von diesem vielversprechenden Projekt einmal abgesehen," so Nicolas Meißner, "wagen wir für 2003 keine Prognosen abzugeben! Zu viele Unsicherheiten belasten die Zukunft - weltpolitischer und wirtschaftlicher Art, die sich unmittelbar auf die Reisetätigkeit auswirken. Eine positive Trendwende in Deutschland würde sich für uns sofort bemerkbar machen. Wenn diese nicht kommt, muss mit nochmals sinkenden Zahlen gerechnet werden." Um dem entgegen zu wirken, wird bei Sorat eifrig am Produkt gefeilt - innovative Service-Ideen sollen Kunden binden, Hotels werden renoviert, weitere Partnerhotels ergänzen in Kürze die Landkarte. Einzelne Sorat-Hotelstandorte werden allerdings laut Meißner "kritisch beobachtet - aber bisher ist die Sorat Hotelgruppe eines der ganz wenigen deutschen Hotellerie-Unternehmen, die sich aus eigener Kraft auf dem Markt behaupten."