Die Sorat Hotels wollen ihre Präsenz in Deutschland weiter ausbauen. Dies soll insbesondere über weitere Marketing-Partnerschaften mit einzelnen Hotels erfolgen. Von einem eigenen Hotelprojekt in Basel hatte man sich nach nur fünf Monaten getrennt, im Interesse der gesamten Hotelgruppe. "Der Einstieg in den Schweizer Markt erwies sich für uns als schwieriger als erwartet," begründet Sorat-Geschäftsführer Nicolas Meißner diesen Schritt. "Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber es war der richtige Moment, um ohne größeren Schaden aus dem Engagement auszusteigen." In nächster Zukunft will die Sorat Hotelgruppe sich vor allem auf den deutschen Markt konzentrieren. Auch hier wurde unter den Standorten aufgeräumt, weitere stehen auf dem Prüfstand. So wurde das Sorat Hotel & Office Berlin zu Ende Juni geschlossen, nachdem der Mietvertrag ausgelaufen war. Zum September hat Sorat den Partnervertrag mit dem Hansa Hotel Kulmbach gekündigt. Als neues "Partner of Sorat Hotels" zählt seit Juli das Forsthaus Grüna, ein Tagungs- und Wellnesshotel in Chemnitz, neu zur Gruppe. "Nach einer sehr zögerlichen ersten Jahreshälfte sehen wir jetzt dem Herbstgeschäft vorsichtig optimistisch entgegen", so Nicolas Meißner über den Silberstreif am Horizont. Für 2003 streben die Sorat Hotels einen Jahresumsatz von rund 40 Millionen Euro an. In den 21 Hotels der Gruppe, davon zehn eigenständige Partnerhotels, verfügt Sorat über 1.995 Zimmer und beschäftigt knapp 500 Mitarbeiter. Trotz der anhaltenden Tendenz zu Konzentration und Globalisierung auf dem Hotelmarkt sieht man sich bei Sorat weiterhin unabhängig. "Wir setzen unverändert auf unser Kerngeschäft - individuelle Stadthotels in schönem Design und mit überschaubarer Größe. Unsere Stärke liegt nicht zuletzt in den mittelständischen Unternehmensstrukturen mit kurzen Entscheidungswegen", äußert sich Meißner zuversichtlich.