SORAT Hotel Brandenburg



Freizeit in Brandenburg an der Havel

Sehenswertes: Brandenburg, die Stadt im Land

 

Brandenburg in Brandenburg, die alte Chur- und Hauptstadt der Mark Brandenburg, begeht 1998 das 1050. Jubiläum ihrer urkundlichen Ersterwähnung im Jahre 948. Aus der Chronik des Widukind von Corvey (um 967) erfahren wir, daß im Winter 928/29 der deutsche König Heinrich I. den auf einer Insel gelegenen Fürstensitz der Heveller eroberte. Am 1. Oktober 948 stiftete König Otto I. auf der Reichsversammlung zu Magdeburg das Bistum Brandenburg. In der Schreibweise "Brendanburg" ist das zugleich die erste urkundliche Erwähnung des Namens der Stadt. Unter Albrecht dem Bären begann 1165 der Bau des Domes. An den Ufern der Havel entwickelten sich Altstadt (urkundlich1170 erstmals erwähnt)und Neustadt (1196 zuerst erwähnt) zu den bedeutendsten Städten der Mark, die ihr Stadtrecht an später entstandene Orte, so auch Berlin und Spandau weitergaben. Handels- und Zollfreiheit, Münzrecht und die mit dem Schöppenstuhl verbundene oberste Gerichtsbarkeit, im 15. Jahrhundert die Mitgliedschaft in der Hanse, sicherten politischen Rang und wirtschaftlichen Wohlstand beider Städte. Aus jener Zeit stammen der Roland und die Befestigungsanlagen, die noch immer die alten Stadtgrenzen erkennen lassen. So sind in der Neustadt der Steintorturm und der Mühlentorturm sowie in der Altstadt Rathenower Torturm und Plauer Torturm, die Wallanlagen und die Stadtmauern, das Altstädtische Rathaus (heute mit dem Roland) Zeugen der Jahrhunderte. Bedeutende kirchliche Bauwerke entstanden : St. Gotthardtkirche, St. Katharinenkirche, St. Johanniskirche und das St. Pauli Kloster.

 

Wissenswertes: Zeittafel zur Geschichte

 

Nach dem Einzug und der Festigung der Herrschaft der Hohenzollern und den Schrecknissen des 30jährigen Krieges, verloren die beiden Städte Brandenburg wichtige politische Vorrechte und erlitten wirtschaftlichen und kulturellen Niedergang. Die 1715 durch König Friedrich Wilhelm I. befohlene Vereinigung von Altstadt und Neustadt war daher durchaus gerechtfertigt, denn Berlin und Potsdam waren die eigentlichen Machtzentren. Erst im 19. Jahrhundert begann mit der Industrialisierung der wirtschaftliche und soziale Aufstieg, der auch die kulturelle Entwicklung auf ein hohes Niveau führte. Die Stadt Brandenburg hat dem Bundesland Brandenburg den Namen gegeben. Sie ist die älteste Stadt der Mark Brandenburg.

 
600 u. Z. Abwanderung der hier ansässigen Germanen und Nachdrängen der slawischen Heveller.
Winter 928/29 Der deutsche König Heinrich I. erobert die Brandenburg, den auf einer Insel gelegenden Fürstensitz der Heveller durch "Hunger, Schwert und Kälte".
948 König Otto I. stiftet das Bistum Brandenburg. In dieser Urkunde wird Brandenburg in der Schreibweise Brendanburg erstmalig erwähnt.
983 Der Slawenaufstand beseitigt für 150 Jahre die deutsche Herrschaft.
um 1140 Niederlassung eines Prämonstratenserkonvents in Parduin (Altstadt). Baubeginn der St. gotthardtkirche
1150 Tod des letzten slawischen Fürsten Pribislaw-Heinrich. Albrecht der Bär aus dem Geschlecht der Askanier übernimmt die Brandenburg und das Hevellergebiet als Erbe.
1157 Albrecht der Bär erobert endgültigdie Brandenburg und nennt sich Markgraf von Brandenburg.
1161 Der Prämonstratenserkonvent wird zum Domkapitel erhoben.
1165 Grundsteinlegung für den Dombau
1170 Erste urkundliche Namensnennung der Altstadt.
1196 Ersterwähnung der Neustadt.
1197 Erste urkundliche Erwähnung des heutigen Ortsteils Plaue.
13. Jh. Beide Städte Brandenburg gelangen zu hoher Blüte und sind bis zum 15. Jh. die wichtigsten Orte der Mark. Fast alle märkischen Städte, so auch Berlin, übernehmen das in Brandenburg praktizierte Recht.
um 1240 Ansiedlung des Bettelordens der Franziskaner, Bau eines Klosters mit St. Johanniskirche.
1284 Schmerzke erstmals urkundlich erwähnt.
1286 Ansiedlung des Dominikanerordens, Bau eines Klosters mit St. Paulikirche.
1304 Erste Erwähnung des heutigen Ortsteils Göttin.
1315 Der Schöppenstuhl zu Brandenburg wird als oberstes Gericht der Mark bestätigt. Beide Städte treten der Hanse bei.
Ende 13./Anf. 14. Jh. Bau der Stadtbefestigungen mit Stadttoren, Türmen, steinernen Mauern und Gräben.
1320 Erste urkundliche Erwähnung des heutigen Ortsteils Klein Kreutz.
1356 Die Mark Brandenburg erhält die Kurwürde.
1368 Ersterwähnung des Dorfes Möser, des heutigen Ortsteils Kirchmöser.
1370 Mahlenzien, heutiger Ortsteil, urkundlich erwähnt.
1395-1401 Bau der St. Katharinenkirche, einem Hauptwerk der norddeutschen Backsteingotik, in der Neustadt.
1412 Einzug Friedrichs von Hohenzollern in die Mark.
1474 Aufstellung des steinernen Rolands auf dem Neustädtischen Markt. Durch Eingriffe der Kurfürsten in städtische Privilegien abnehmende Bedeutung der Städte Brandenburg.
1618-1648 Der Dreißigjährige Krieg bringt den wirtschaftlichen Niedergang, die Einwohnerzahl sinkt durch Pest, Besetzung und Plünderung von 12000 auf 3500 Bewohner.
1715 König Friedrich Wilhelm I. befiehl die Vereinigung von Alt- und Neustadt. Ehrenname: Chur- und Hauptstadt.
1777 Friedrich de la Motte Fouqué, Dichter des romantischen Märchens "Undine" wird in Brandenburg geboren.
1804 August Wredow, Bildhauer, Sammler und Stifter, wird geboren.
1806 General Graf Bernadotte zieht nach der Schlacht bei Jena mit 25.000 französischen Soldaten in Brandenburg ein.
1816 Eingliederung der Stadt nach Verlust der Kreisfreiheit in den Kreis Westhavelland.
1824 Beginn der Industrialisierung durch Errichtung erster Fabriken der Tuchindustrie.
1828 Erstes Schauspielhaus der Stadt.
1840-1849 Oberbürgermeister Franz Ziegler reorganisiert die Arbeit des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung.
1846 Anschluß an die Eisenbahnlinie Berlin - Magdeburg, Bau des Hauptbahnhofes.
1848 Tagung der aus Berlin verlegten Preußischen Nationalversammlung im Dom zu Brandenburg.
1871 Gründung der Brennaborwerke der Gebrüder Reichstein (Kinderwagen, Fahrräder, Motorräder, Autos)
1881 Brandenburg erhält wieder den Status eines Stadtkreises. Gründung der Blechspielwarenfabrik E.P. Lehmann. Im Zuge der Industrialisierung enstanden die Elisabethhütte, die Excelsior-Fahrradwerke, die Wiemann-Werft, weitere Spielwarenfabriken. Die Einwohnerzahl beträgt Ende des 19. Jh. über 45000.
1882 Beginn der Fahrgastschiffahrt und des Ausflugs- und Fremdenverkehrs in Brandenburg.
1897 Eröffnung der Pferdebahn, ab 1911 elektrische Straßenbahn.
1912 Baubeginn des ersten Brandenburger Stahlwerkes. Die Metallurgie wird dominierender Industriezweig.
1929 Eingemeindung der Dominsel. Tausendjahrfeier der Stadt. Einweihung der Jahrtausendbrücke.
1940-1945 Luftangriffe und Kampfhandlungen zerstören besonders das Zentrum der Neustadt.
1950 Bau eines neuen Stahl- und Walzwerkes am Silokanal, das sich zum größten Betrieb der Stadt entwickelt.
1952 Eingemeindung von Plaue und Kirchmöser.
1959 Beginn des Wohnungsbaus im Neubaugebiet Brandenburg-Nord.
1969 Einweihung der Regattastrecke am Beetzsee und des Freibades am Marienberg.
1973 Baubeginn im Neubaugebiet Hohenstücken.
1988 Brandenburg hat etwa 90.000 Einwohner.
1989/90 Nach Protesten auch der Brandenburger Bürger politische Wende. Umstrukturierung und Privatisierung der Wirtschaft.
1990 Die Sanierung der drei mittelalterlichen Stadtteile Dom, Altstadt und Neustadt beginnt.
1991 Der italienische Familienkonzern Riva kauft das Elektrostahlwerk. Die Heidelberger Druckmaschinen AG siedelt sich in Hohenstücken an. Niederlassung der ZF Friedrichshafen AG.
1992 Gründung der Fachhochschule. Eingemeindung der Ortsteile Göttin und Schmerzke
1993 Eröffnung des Brandenburgischen Oberlandesgerichtes. Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Eingemeindung der Ortsteile Mahlenzien und Klein Kreutz.
1994 Einweihung der Studiobühne.
1996 Einweihung des Neubaus der Jahrtausendbrücke. Wiedereröffnung des sanierten Steintorturms. Rekonstruktion der Hauptstraße.
1997 Einweihung des Hauses der Kinder-und Jugend Kunst Galerie Sonnensegel. Einzug der Musikschule in das neue Haus.
1998 1050-Jahrfeier der Gründung des Bistums und der Ersterwähnung des Namens Brandenburg. Im ersten Halbjahr eröffnet die Stadt das Technologie und Gründerzentrum, legt die Grundsteine für Kongreß- und Kulturzentrum sowie für ein Oberstufenzentrum und beginnt den Bau eines neuen Stadthafens. In der zweiten Jahreshälfte beginnt der Umbau des Freizeitbades Marienberg und im Rahmen des Ausbaues des Zentrumsringes wird die zweite Havelbrücke fertiggestellt.
 

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